HISTORISCHER HINTERGRUND
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Tempel Didyma

  • Eines der wichtigsten Orakel-Heiligtümer der griechisch-römischen Welt, das bedeutendste Kleinasiens. Orakelsprüche vor allem zu religiösen, aber auch politischen Fragen überliefert.
    Im weitläufigen Apollon-Heiligtum auch Verehrung anderer Gottheiten mit teilweise eigenen Priestern. Obwohl Bauwerk des Tempels nie vollständig vollendet, dennoch Kultbetrieb.

  • Jährliche Prozession zu Ehren des Gottes Apollon von Milet nach Didyma. Alle vier Jahre große Spiele (Megala Didymeia), jährlich Spiele in kleinerem Rahmen (Didymeen). Amt des Prophetes und des Hypochrestes, wohl des Stellvertreters (ohne Angabe des genauen Aufgabenbereiches) historisch belegt, weitere Priester nicht dokumentiert, jedoch nicht
    ausgeschlossen. Gleichfalls belegt sind Prophetis, das didymeische Äquivalent der delphischen Pythia, das eigentliche Medium des Orakelbetriebs. Sie empfing nach mehrtägigem, der Orakelbefragung vorausgegangenem Fasten und Reinigungsritual die göttliche Inspiration
    (überliefert durch Iamblichos).

  • Artemis-Heiligtum durch Ausgrabungen nachgewiesen. Amt der Oberpriesterin belegt.

  • Heilige Straße, in Teilen ausgegraben. Landverbindung zwischen den Apollon-Heiligtümern in Milet und Didyma. Ca. 18 km lang, genauer Verlauf nicht gesichert. Überreste in der Nähe des Apollon-Heiligtums in Didyma zu sehen. Kultbezirk an der heiligen Straße ausgegraben, eine von sechs weiteren Stationen bei der jährlichen Prozession. Sieben
    war heilige Zahl des Apollon - sieben Stationen mit Opferungen und Gesängen.
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